Aktuelle Ausstellung

UNTYPISCH. RELIGION + GESCHLECHT.
ab 20. Oktober 2019

Hat Religion etwas mit Geschlecht zu tun? Spielen in der Religion dieselben Geschlechterklischees wie in der Gesellschaft? Gibt es männliche und weibliche Götter, oder ist Gott geschlechtslos? Wie wichtig sind weibliche und männliche Vorbilder auf göttlicher und menschlicher Ebene? Solche Fragen greift die Ausstellung am Beispiel einer buddhistischen ‹Heiligenfigur›, dem Bodhisattva Kannon auf. Wie andere Bodhisattvas wurde Kannon im Laufe der Zeit transzendiert und erreichte in Ostasien den Status einer Gottheit, die in Tempeln verehrt und um Hilfe gebeten wird. Sie gehört zu den populärsten Bodhisattvas und wurde nicht nur vom Menschen zur Gottheit erhoben, sondern erlebte im chinesischen Kulturraum gar eine Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau. Kannon wird als Mann oder Frau, oft aber auch als nicht zuordenbares, geschlechtsneutrales Wesen
dargestellt und eignet sich deshalb gut als Ausgangspunkt für eine Diskussion über Religion und Geschlecht. Neben dieser buddhistischen Figur werden auch Beispiele aus anderen Religionen gezeigt, um Denkanstösse zu diesem grossen Thema zu geben.

AUSSTELLUNG ‹Religion und Mode›
vom 6. November 2019 bis 19. Januar 2020

Die interreligiöse Zeitschrift zVisite nimmt in ihrer diesjährigen Ausgabe das Thema Mode und Religion auf. Die dabei entstandenen Fotos mit jungen Leuten aus verschiedenen Traditionen zeigen wir ab 6. November 2019 als Ausstellung. Zur Vernissage spricht der Historiker und Religionswissenschaftler Valentino Leanza über ‹Mode und Religion. Alles eine Frage der Perspektive(n)?› Farbige Mariengewänder, Burkini oder Turban kommen dabei ins Visier und werden daraufhin befragt, inwiefern Kleider Identität schaffen und einen religiösen Glauben auszudrücken vermögen.

in Kooperation mit der interreligiösen Zeitschrift zVisite.

Die Ausstellungen im Haus der Religionen - Dialog der Kulturen bringen mit Bildern, Schrifttafeln, Video- und Audioinstallationen den BesucherInnen in der Eingangshalle das Halbjahresthema des Hauses näher und regen zu eigenen Gedanken an.

Primär werden religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Themen bearbeitet, die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen und Religionen zum Ausdruck bringen, sowie zur inneren Auseinandersetzung und zum Dialog mit anderen Menschen einladen.

Auch zu Zeiten, in denen im Dialogbereich keine Veranstaltung stattfindet oder einzelne Religionsräume nicht zugänglich sind, lädt die Ausstellung unsere Gäste zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Halbjahresthema ein. Für Gruppenbesuche (besonders Schulgruppen) kann die Ausstellung einen Themenschwerpunkt setzen.