Jugend und Kulturelle Teilhabe

Club der Heimlichen Held*innen

Der Club der Heimlichen Held*innen ist ein Theaterprojekt für und mit Jugendlichen aus Bern-West, geleitet von Jungen Coaches aus dem Haus der Religionen – Dialog der Kulturen. 2021 haben Schüler*innen aus dem Schulhaus Bethlehemacker den Gastroclub «Casa di Delya» gestaltet. Im Februar 2022 soll die zweite Club-Saison starten!

Das Projekt 2021 war eine Kooperation zwischen dem Haus der Religionen und der Schule Bethlehemacker.

Mit Unterstützung von: Burgergemeinde Bern, Freier Kinder- und Jugendkredit der kath. Kirche Region Bern, KISTE – Projektkredit der Reformierten Kirchen bejuso, Oertli Stiftung, Stiftung Menschenbild.

Junge Coaches
Junge Menschen mit verschieden Hintergründen gestalten im Haus der Religionen Angebote für Jugendliche mit. Bei Interesse wirken die jungen Coaches bei weiteren Aktivitäten im Haus der Religionen mit. Die nächste Einführung für junge Coaches findet im Sommer 2021 statt. Anmeldeschluss: 31. Juli 2021
Weitere Informationen im Dokument oder bei louise.graf@haus-der-religionen.ch.

Angebote für Jugendliche und Schulklassen

In Workshops, Projektwochen und Ferienangeboten setzen sich Jugendliche und Schulklassen (Oberstufe) begleitet von eigens für diese Aufgabe ausgebildeten jungen Coaches, mit Fragen des interreligiösen Zusammenlebens auseinander. Die Zusammenarbeit findet mit künstlerischen Mitteln statt und fördert die Reflexion über unterschiedliche Hintergründe und eigene Werte und Prägungen. Aktuell gibt es Workshops in Kreativem Schreiben und Radio, bald kommen weitere Angebote dazu. Diese und weitere Angebote für Jugendgruppen und Schulklassen im Haus der Religionen finden Sie hier.

Unter den SchülerInnen waren auch viele konfessionslose, «religionsferne» Jugendliche. Eine von ihnen schrieb in ihr Projektwochentagebuch:
«Montag: Heute war interessant. Ich habe viel gelernt und viel geschrieben. Eigentlich bin ich nicht wirklich religiös, deshalb kann ich es auch nur schwer nachvollziehen, was man hier macht. Aber es scheint den Leuten viel zu bedeuten, vielleicht brauchen sie einfach etwas, das ihnen Hoffnung gibt. Ich freue mich auf morgen und hoffe, dass wir wieder viel schreiben und ich neues lernen kann.
Dienstag: Ich habe viel über Hinduismus gelernt. Ich bin zwar nicht gläubig, aber ich habe Verständnis für diesen Glauben.»

Das «Peer Konzept» mit den jungen Coaches hat sich in dieser Woche bewährt, wie ein Projektwochentagebucheintrag einer Schülerin zeigt:
«Bevor wir mit dem Texteschreiben angefangen haben, war ich sehr unmotiviert, weil ich eigentlich überhaupt nicht gerne Texte schreibe. Aber als wir begannen, kam ich in einen «Flow» hinein und es hat immer wie mehr Spass gemacht. Ich glaube ich werde in nächster Zeit, vielleicht heute abend, mehr Texte schreiben. Denn eigentlich ist es gar nicht so schwierig und jeder kann einen guten Text schreiben mit der Zeit. Das haben wir heute unter anderem gelernt.»

Rückmeldung der Lehrperson zur ersten Projektwoche:
«Die Woche im Haus der Religionen war sehr abwechslungsreich. Die Schülerinnen und Schüler lernten verschiedene Religionen kennen, setzten sich mit dem Glauben von anderen auseinander, lernten auch, Respekt vor anderen zu haben. Sie hörten, dass man bei den Christen die Kopfbedeckung ab- und den Kaugummi aus dem Mund nimmt, in der Moschee hingegen die Schuhe auszieht. Die Leute, die hier ein- und ausgehen sind aus verschiedenen Kulturen, sprechen verschiedene Sprachen, essen unbekannte Gerichte.
Dazu arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppen an eigenen Texten und Radiobeiträgen und lernten sich dabei besser kennen und vor Leuten zu sprechen.»

Sinje Homann, Studienleiterin CAS Teaching Artist an der HKB:
«Die Schar an sehr unterschiedlichen jungen Talenten, die sich als junge Coaches gemeldet hatten, hat mich sehr beeindruckt. Sie bringen eine grosse Offenheit mit, sich in der Kulturvermittlung in einem interkulturellen und interreligiösen Kontext auszuprobieren. Das Haus der Religionen und die jungen Coaches scheinen sehr gut zusammenzupassen, das Haus und die jungen Menschen inspirieren sich gegenseitig, und ich bin sehr neugierig auf die konkreten Projekte, die aus dieser Synergie entstehen.»

Interkulturelles Jugendradio (bis 2018)

Junge Menschen gestalteten in diesem Kooperationsprojekt mit der Fachstelle Kinder & Jugend der katholischen Kirche Region Bern Radiosendungen zu Themen wie Religion, Rassismus, Schule, Musik und natürlich dem Haus der Religionen. Die Sendungen wurden auf Radio RaBe ausgestrahlt. Eine Auswahl ist hier nachhörbar:

Sendung vom 12. April 2018
Jugendliche aus Bern und Umgebung berichten: Was ist Religion, Meine Religion - Alltag und Glaubensfragen, Religion und Fussball, Sedna die Meeresgöttin der Inuit:

Sendung vom 6. Juli 2017
Junge Frauen reden über Religion und ihren Glauben:

YouReport hat an der Aktionswoche gegen Rassismus im März 2017 einen Blick hinter die Mikrophone des interkulturellen Jugendradios geworfen:

Sendung vom 14. Dezember 2016
Das Haus der Religionen feiert Geburtstag! Vor genau zwei Jahren wurde es am Europaplatz in Bern eröffnet:

Mit freundlicher Unterstützung von