Filmvorführung am 27.11.2025 um 19.00 Uhr: Immortals (2024)
Der preisgekrönte Dokumentarfilm Immortals der Schweizer Regisseurin Maja Tschumi erzählt die Geschichte zweier junger Menschen in Bagdad, die für ihre Freiheit alles riskieren. Milo, eine willensstarke junge Frau, gibt sich als Mann aus, um sich im öffentlichen Raum freier bewegen zu können. Khalili, ein aufstrebender Filmemacher, entdeckt in seiner Kamera eine Waffe im Kampf gegen das Regime. Beide werden zu Gesichtern einer Generation, die sich nach dem Aufstand von 2019 gegen Unterdrückung, Stillstand und Gewalt stellt.
Der Film wird am 27. November 2025 um 19.00 Uhr im Haus der Religionen – Dialog der Kulturen gezeigt. Er läuft in der Originalsprache mit deutschen und französischen Untertiteln. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Regisseurin Maja Tschumi statt.

Mit beeindruckender Nähe und grosser filmischer Sensibilität zeichnet Tschumi das Porträt einer irakischen Jugend, die trotz Kriegserfahrungen und gesellschaftlicher Zwänge unbeirrt für Selbstbestimmung und Würde kämpft. Der Film zeigt eindrücklich, wie politischer Widerstand, persönliche Freiheit und künstlerischer Ausdruck miteinander verwoben sind.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm Immortals der Schweizer Regisseurin Maja Tschumi erzählt die Geschichte zweier junger Menschen in Bagdad, die für ihre Freiheit alles riskieren. Milo, eine junge Frau, gibt sich als Mann aus, um sich im öffentlichen Raum freier bewegen zu können. Khalili, ein aufstrebender Filmemacher, entdeckt in seiner Kamera eine Waffe im Kampf gegen das Regime. Beide werden zu Gesichtern einer Generation, die sich nach den Protesten von 2019 gegen Unterdrückung, Gewalt und Stillstand stellt.

Der Irak ist ein junges Land: Fast die Hälfte der Bevölkerung ist minderjährig und ohne politische Stimme. 2019 erhob sich eine neue Generation in beispiellosen Demonstrationen – darunter viele Frauen – um Freiheit, soziale Gerechtigkeit und den Sturz des alten Systems zu fordern. Auf dem Tahrir-Platz in Bagdad entstanden Zeltlager, die eine neue Vision des Landes verkörperten: Gewaltfreiheit, Meinungsfreiheit, Geschlechtergleichheit und Selbstbestimmung. Trotz brutaler Repression erzielte die Oktoberrevolution politische Zugeständnisse, doch die alten Machtstrukturen setzten sich weiterhin durch.
Immortals fängt die Energie, die Wut und die Hoffnung dieser jungen Generation ein. Der Film zeigt eindrücklich, wie politischer Widerstand, persönliche Freiheit und künstlerischer Ausdruck miteinander verwoben sind, und öffnet den Blick auf eine bislang wenig bekannte Jugendkultur im Irak. Gerade in einer Zeit zunehmender globaler Spannungen erinnert er daran, wie wichtig die Gemeinsamkeiten zwischen Menschen sind – und den Mut, trotz Rückschlägen für die eigene Zukunft einzustehen.

Immortals wurde 2025 mit dem Prix de Soleure ausgezeichnet und entstand in Koproduktion mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und der Filmgerberei GmbH. Gedreht wurde in der Schweiz und im Irak zwischen 2022 und 2023.
In Kooperation mit Let’s Doc! statt.













