Medienmitteilung, 23.3.2026
Welt.Wasser.Wir alle – Weltwassertag 2026 interreligiös
Spannende Veranstaltung zum Weltwassertag im Haus der Religionen
Zugang zu sicherem Wasser ist ein Menschenrecht. Es einzufordern, ist keine Wohltätigkeit, sondern demokratische Pflicht einer jeden Person, sagt Pedro Arrojo-Agudo. Im Rahmen des Weltwassertages 2026 sprach der Uno-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Versorgung im Haus der Religionen. Zudem wurde die erste interreligiöse Erklärung zur Bedeutung des Wassers als Menschenrecht und als öffentliches Gut verabschiedet.

Jedes Jahr am 22. März findet weltweit der Weltwassertag statt. Seit 1993 machen die Vereinten Nationen an diesem Tag auf die Bedeutung der Ressource Wasser aufmerksam.
Unter dem Titel «Welt.Wasser.Wir alle» fand im Haus der Religionen an diesem Tag eine ganztägige Veranstaltung statt, die Wasser als Lebensgrundlage und Menschenrecht, seine interreligiös-spirituelle Bedeutung sowie lokale und weltweite Fragestellungen rund um das Wasser thematisiert.
Workshops, Inputs, Rituale und Texte luden ein, sich mit der Bedeutung von Wasser in den verschiedenen Religionen, aber auch mit politischen Fragen wie der zunehmenden Belastung des Trinkwassers im Wasserschloss Schweiz und den daraus entstehenden Ethischen Fragen auseinander zu setzen.
Als besonderer Gast und Referent konnte Pedro Arrojo-Agudo, Sonderberichterstatter der UNO für das Menschenrecht auf Wasser und sicheren Zugang zu Sanitäranlagen, im Haus der Religionen begrüsst werden. Er richtete eindringliche Worte an das Publikum: «Die überwiegende Mehrheit jener Milliarden Menschen ohne garantierten Zugang zu Trinkwasser sind keine durstigen Menschen ohne Wasser in ihrer Lebensumgebung, sondern grösstenteils extrem verarmte Menschen, die an Flüssen oder über kontaminierten Grundwasserleitern leben, die zunehmend mit Schwermetallen und anderen Giftstoffen belastet sind.» Dagegen gelte es anzukämpfen. Gerade auch die Schweiz als wichtiges Drehkreuz von inter-nationalem Rohstoffhandel habe hier eine grosse Verantwortung, meinte Arrojo-Agudo weiter.
Roman Wiget, Geschäftsführer der Wasserversorgung Seeland wies in seinem Referat auf die Problematik der Trinkwasserversorgung in der Schweiz hin. Die föderalen Strukturen der Schweiz würden einen griffigen Trinkwasserschutz oftmals erschweren. Die Ethikerin Evelyne Tauchnitz beleuchtete anschliessend grundsätzliche menschliche Haltungsfragen rund um den Umgang mit dem Wasser thematisieren wird.
Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedeten die anwesenden Personen eine Interreligiöse Erklärung zur Bedeutung des Wassers als Menschenrecht und als öffentliches Gut. Pedro Arrojo-Agudo zeigte sich hoch erfreut darüber. Dies sei die erste Erklärung, die auch den religiösen und spirituellen Wert von Wasser miteinbeziehen würde.
Kontakt:
- Heinz Bichsel Co-Leiter Fokus Welt, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, 079 393 54 53
- Laila Sheikh, Geschäftsführerin Haus der Religionen. 076 344 13 10
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