Eine Frage – Milliarden Geschichten und Gesichter. Der französische Journalist und Fotograf Yann Arthus-Bertrand ging mit dieser Frage rund um den Globus. Der daraus entstandene Dokumentarfilm mit dem Titel «Human» zeigte die Bahá’í-Gemeinschaft vergangene Woche im Haus der Religionen.
Der Film ging nicht nur unter die Haut, sondern regte auch zum Nachdenken an. Die Präsenz, Ehrlichkeit und Verwundbarkeit der Menschen auf der Leinwand strahlten auch auf die Menschen vor der Leinwand aus. Das Publikum teilte anschliessend ihre Eindrücke zum Film in der gemeinsamen Runde.
Den Austausch leitete Carmel Irandoust, ehemalige Generalsekretärin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde. «Es erfordert Mut, verletzlich und offen zu sein», meint sie. Und genau diese Verletzlichkeit brauche es, um eine bessere Welt aufzubauen.
Carmel brachte eigene Fragen mit, die die Runde untereinander diskutieren konnte:
– Was sind die Hindernisse für den Zusammenhalt und wie können wir diese beseitigen?
– Welche Möglichkeiten haben wir, um mehr Zusammenhalt in der Nachbarschaft, in der Schule oder am Arbeitsplatz zu schaffen?
Zusammenhalt entsteht dann – so ging es aus dem Austausch hervor – wenn wir offen aufeinander zugehen und uns die Zeit nehmen, einander wirklich zuzuhören und zu verstehen. Oft stehen Ängste vor Verurteilung oder Missverständnisse einer solchen Verbundenheit im Weg. Indem wir ehrlich miteinander sprechen, unsere Verletzlichkeit zulassen und anderen mit kleinen Gesten zeigen, dass sie uns wichtig sind, können wir diese Verbundenheit stärken. Auch im Alltag können wir Zusammenhalt fördern, indem wir bewusst Zeit miteinander verbringen und unseren Mitmenschen aufmerksam begegnen.
Buchempfehlungen:
Human – Yann Arthus-Bertrand
The Future is Peace – Aziz Abu Sarah & Maoz Inon













